Marc Ducret

Geboren in Paris im Jahr 1957 entwickelt Marc Ducret seit Anfang der 1980er Jahre eine eigenwillige Laufbahn im zeitgenössischen Jazz und in der improvisierten Musik, sowohl elektrisch als auch akustisch Gitarrenspiel. Autodidakt, er macht sich zunächst mit einem von Rock und Bebop geprägten Spiel bemerkbar, bevor er seine Sprache auf offenere Formen ausrichtet, in denen Schreiben, Improvisation und eine aus der experimentellen Musik geerbte Spannung eng koexistieren. Sein Abschnitt im ersten National Jazz Orchestra unter François Jeanneau im Jahr 1986 markiert einen wichtigen Schritt, ebenso wie seine fortlaufenden Zusammenarbeit mit Tim Berne in den 1990er Jahren, die ihn dauerhaft auf die internationale Avantgarde-Szene bringen. Marc Ducret führt parallel seine eigenen Formationen, insbesondere im Trio mit Bruno Chevillon und Éric Échampard, sowie im Großen Ensemble. Seine Diskographie als Leader umfasst unter anderem La Théorie du pilier (1987), Le Kodo (1988), Gris (1990), News from the Front (1991), (Detail) (1998), Qui parle? (2003), die Tower-Serie, die 2011 begann, Métatonal (2015) und Lady M (2019). Das Schreiben von Marc Ducret zeichnet sich durch komplexe Architekturen, Dynamikbrüche, eine Vorliebe für raue Klangfarben und eine ständige Bewegung zwischen Jazz, Rock, zeitgenössischer Musik und freier Improvisation aus.

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