La Bien Querida

Unter dem Namen La Bien Querida hat Ana Fernández-Villaverde seit Ende der 2000er-Jahre einen eigenständigen Weg in der spanischen Popmusik entwickelt, geprägt von intimen Texten, eingängigen Melodien und einer Vorliebe für Stilwechsel. Geboren in Bilbao und zunächst der Malerei verpflichtet, begann sie 2008 zu komponieren, stellte eine erste Demo auf MySpace online und schloss sich dem Label Elefant Records an. La Bien Querida veröffentlichte Romancero (2009) und Fiesta (2011), zwei Platten, die in einer melodischen, noch sehr reduzierten Indiepop-Tradition verwurzelt sind und von der Produktion David Rodríguez' getragen werden. Mit Ceremonia (2012) und Premeditación, nocturnidad y alevosía (2015) verstärkte sie eine elektronische Dimension, indem sie Synth-Pop, dunklere Klangtexturen und Elemente spanischer Volksmusik mischte. Diese Entwicklung setzte sich auf Fuego (2017), Brujería (2019) und Paprika (2022) fort, wo Kammerpop, minimale Refrains, elektronische Pulsation und flamencoinspirierte Nuancen koexistieren. Im Lauf der Jahre hat La Bien Querida zudem die iberische Indieszene durch Kollaborationen mit Los Planetas, Joan Miquel Oliver, La Estrella de David, Diego Ibáñez und Santiago Motorizado gekreuzt, ohne dabei ihre prägnante, knappe Songschreibweise aufzugeben.

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