L.A. Guns
Seit Anfang der 1980er Jahre auf der Los‑Angeles‑Szene aktiv, gehört L.A. Guns zur Glam‑Metal‑ und Hard‑Rock‑Bewegung, die rund um den Sunset Strip entstanden ist. Ihre Klangwelt vereint schnelle Riffs, eine sleaze‑rock‑Attitüde und melodische Refrains mit Anklängen an Classic Rock. Gegründet wurde die Band 1983 von Gitarrist Tracii Guns, der kurz in der frühen Formation von Guns N’ Roses mitwirkte, bevor er L.A. Guns wiederaufbaute. Die dauerhafteste Besetzung formierte sich Ende der 1980er Jahre mit Sänger Phil Lewis. Die frühen Alben — „L.A. Guns“ (1988), „Cocked & Loaded“ (1989) und „Hollywood Vampires“ (1991) — legten die klangliche Grundordnung der Band fest: verzerrte Gitarren, ein Groove, der vom Hard Rock der 1970er inspiriert ist, und bluesige Balladen. In den 1990er und 2000er Jahren durchlief L.A. Guns zahlreiche Besetzungswechsel und wechselte zwischen ruhigeren Phasen und härteren bzw. punkigeren Experimenten auf Platten wie „Vicious Circle“ (1994), „American Hardcore“ (1996) oder „Tales from the Strip“ (2005), blieb dabei aber in den internationalen Rock‑ und Metal‑Live‑Zirkeln präsent. Die Wiedervereinigung von Tracii Guns und Phil Lewis in den 2010er Jahren belebte die kreative Dynamik erneut und führte zu einem melodischeren Hard‑Rock‑Ansatz auf „The Missing Peace“ (2017), „The Devil You Know“ (2019), „Checkered Past“ (2021) und „Black Diamonds“ (2023). Nach wie vor um Tracciis Gitarre und Phil Lewiss Stimme zentriert, hält L.A. Guns an seinen glam‑metal‑Wurzeln fest, integriert dabei aber in den jüngeren Produktionen modernere Einflüsse.