Magma
Um den Schlagzeuger, Sänger und Komponisten Christian Vander herum entstand Magma 1969 in Paris, zunächst zusammen mit dem Bassisten Francis Moze, in einer ungewöhnlichen Schnittmenge aus Progressive Rock, Jazz‑Fusion, Chormusik und repetitiver Kompositionsweise. Magma entwickelte früh ein eigenständiges Universum, geprägt von Bass‑Ostinati, zyklischen Rhythmen, Stimmen, die oft kollektiv behandelt werden, und der Verwendung des Kobaïen, einer von Vander erfundenen Sprache, die eine von ihm konzipierte Mythologie begleitet. Die ersten Alben, Magma (1970) und 1001° Centigrades (1971), legen diese Ästhetik fest, bevor Mëkanïk Dëstruktïẁ Kömmandöh (1973) folgt, dann Köhntarkösz (1974), Üdü Wüdü (1976) und Attahk (1978), die verschiedene Ausgewogenheiten zwischen rockiger Spannung, Jazz‑Improvisation und vokaler Arbeit zeigen. Im Lauf der Jahre fungierte Magma als Kollektiv mit variabler Besetzung, mit Musikern aus der französischen Jazz‑Rock‑ und Progressive‑Szene, darunter Klaus Blasquiz, Stella Vander, Jannick Top und Bernard Paganotti. Nach einer ersten Phase, die in den 1980er Jahren endete, nahm Magma Ende der 1990er Jahre die Tätigkeit wieder auf und veröffentlichte u. a. K.A (2004), Ëmëhntëhtt‑Ré (2009), Félicité Thösz (2012) und Zëss (2019) und setzte damit ein Repertoire fort, in dem das Schreiben/Komponieren auf Bühne wie im Studio eine zentrale Rolle spielt.
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