Abd Al Malik
Geboren in Paris und im Neuhof-Viertel von Straßburg aufgewachsen, hat Abd Al Malik — bürgerlich Régis Fayette-Mikano — seinen Werdegang im französischen Rap verankert und dabei Slam, gesprochene Poesie sowie eine vom literarischen und gesellschaftlichen Nachdenken geprägte Schreibweise einfließen lassen. Zunächst trat er mit der Gruppe N.A.P. auf, gemeinsam mit seinem Bruder und Bekannten aus dem Neuhof, auf drei Alben zwischen 1996 und 1999, bevor er 2004 mit Le face à face des cœurs eine Solokarriere begann. Seine Arbeit nahm anschließend eine eigenständigere Gestalt an mit Gibraltar (2006) und Dante (2008), auf denen Hip-Hop auf Chanson, Spoken Word und offenere Arrangements trifft. Mit Château rouge (2011) und Scarifications (2015) setzte er seinen Weg fort und legte weiterhin großen Wert auf Text, autobiografische Erzählung sowie Fragen zu Identität, Spiritualität und urbanem Leben. Parallel zur Musik veröffentlichte Abd Al Malik mehrere Bücher, darunter Qu’Allah bénisse la France (2004), das er 2014 selbst fürs Kino adaptierte, und er entwickelt auch szenische Projekte zu Albert Camus an der Schnittstelle von Konzert, Lesung und Theater.
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