Lou Barlow
Geboren 1966 in Dayton, Ohio, und zwischen Michigan und Massachusetts geprägt, zählt Lou Barlow seit den frühen 1980er-Jahren zur Geschichte des amerikanischen Indie-Rocks. Nach einer Station in der Hardcore-Band Deep Wound mit Scott Helland und J Mascis gründete er 1984 Dinosaur Jr., wo sein Bassspiel und Songwriting einen Kontrast zur klanglichen Härte der Band bildeten, bis er nach dem Album Bug (1988) ausstieg. Anschließend entwickelte er Sebadoh mit Eric Gaffney und später Jason Loewenstein, ein Trio, das Alternative Rock, selbstgebastelten Folk, Pop-Noise und Heimaufnahmen vereinte; Alben wie The Freed Man (1989), Weed Forestin’ (1990) und Sebadoh III (1991) begleiteten den Aufstieg der Lo‑Fi-Ästhetik. Parallel veröffentlichte Barlow unter dem Namen Sentridoh schlichtere, meist akustische Stücke, die er solo einspielte. Mitte der 1990er gründete er zudem das Duo The Folk Implosion mit John Davis, zwischen Indie-Rock, abstraktem Hip-Hop und verschobenen Melodien, und 2005 kam es zu einer dauerhaften Reunion mit Dinosaur Jr. Seine Soloplatten unter eigenem Namen—Emoh (2005), Goodnight Unknown (2009), Brace the Wave (2015) und Reason to Live (2021)—zeichnen sich durch ein verdichtetes Songwriting mit intimem, folkigem und elektrischem Einschlag aus, ohne die DIY‑Haltung aufzugeben, die sein Gesamtwerk durchzieht.
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