Karim Ziad

Geboren 1966 in Algerien und in Algier aufgewachsen, hat Karim Ziad einen Werdegang entwickelt, der Jazz, Musik aus dem Maghreb und Fusion verbindet. Als ausgebildeter Schlagzeuger spielt er außerdem Perkussion, Gitarre, Gumbri und singt; sein Ansatz lässt nordafrikanische Rhythmen mit Jazz, Raï, Chaâbi, Gnawa-Traditionen, beduinischen Gesängen, französischer Chanson und bestimmten Facetten der ägyptischen Filmmusik in Dialog treten. Mit 20 zog er nach Paris und fand schnell Anschluss an die World- und Fusion-Szenen, u. a. in Zusammenarbeit mit Cheb Mami und Nguyên Lê. Ende der 1990er Jahre nahm Joe Zawinul ihn in das Zawinul Syndicate auf, was Ziad in einen internationalen Kreis zwischen elektrischem Jazz und zeitgenössischen Mischformen einordnete. Er war außerdem an Projekten mit dem WDR Big Band beteiligt, insbesondere rund um Jazz al’Arab’, sowie an Torsten de Winkels The Art of Uncertainty mit Gwilym Simcock, Rhani Krija und Kai Eckhardt. Unter eigenem Namen veröffentlichte er Ifrikya (2001), Chabiba (2004), Dawi (2007) und Jdid (2012). Darüber hinaus ist Karim Ziad musikalischer Leiter des Gnawa-Festivals in Essaouira.

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