Aphrodite

Geboren 1968 in Aberystwyth, Wales, und früh in London ansässig, hat Aphrodite, der Bühnenname von Gavin King, sich in der Tradition der britischen Breakbeat-Hardcore-, Jungle- und Drum and Bass-Szenen der frühen 1990er etabliert. Zunächst trat er im Duo Urban Shakedown mit Micky Finn auf, mit dem er insbesondere ‘Some Justice’ signierte, bevor er seine Solomusik unter den Namen Aphrodite, DJ Aphro oder A-Zone weiterentwickelte. Seine Ästhetik fußt auf nervös gebrochenen Rhythmen, einem ausgeprägten Groove-Gefühl, dicken Bässen und häufigem Einsatz von Ragga-, Hip-Hop- und Funk-Akkenten, in einer direkteren und tanzbareren als intellektueller Linie. Aphrodite startete auch sein eigenes Label Aphrodite Recordings und baute im Laufe der Jahre eine Discographie auf, die die Entwicklung des Jungle hin zu einem kompakteren und cluborientierten Drum and Bass begleitet. Zu seinen verifizierten Alben gehören Aphrodite (1999), Aftershock (2002) und Break in Reality (2007). Als Produzent, Remix-Künstler und DJ aktiv, hat Aphrodite auch Remixes für Nine Inch Nails und Dub War realisiert, und bleibt gleichzeitig einer stark londonschen Lesart des Breakbeat verbunden, zwischen Soundsystem-Kultur, Effektivität der Dancefloors und ständiger Durchmischung zwischen Underground-Rave und größeren Formats.

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