Kalben
Geboren in İskenderun in der Provinz Hatay in der Türkei, entwickelte Kalben Sağdıç früh eine Praxis des Schreibens und des Gitarrenspiels, bevor sie nach Istanbul zog, wo ihr Musikprojekt sich an der Schnittstelle von Indie-Rock, Alternative-Rock und einem akustischen Lied mit zurückhaltenden Arrangements formte. Kalben erlangte 2014 größere Aufmerksamkeit nach einer Sofar-Sounds-Session in Galata, bei der sie allein mit ihrer Gitarre das Stück «Sadece» spielte, und veröffentlichte 2016 ihr erstes selbstbetiteltes Album Kalben. Ihre Diskografie wurde fortgesetzt mit Sonsuza Kadar (2017), der EP Aşk Çeşmesi (2019) und den Alben Kalp Hanım (2020), Eski Yeniler (2021) und Eski Dünyanın Yangını (2022). In ihren Stücken verbindet Kalben eine oft zurückhaltende Stimme, direkte Melodien und Texte, die sich auf das Private, den Alltag und emotionale Verwundbarkeiten konzentrieren, in einer Form, die der Liedtradition nahe bleibt und zugleich eine dezente rockige Textur behält. Zunächst auf den Bühnen von Ankara und Istanbul aktiv, bevor sie ihr Publikum erweiterte, hat Kalben auch punktuelle Kollaborationen mit Cem Adrian und Teoman realisiert und parallel Tätigkeiten als Autorin und Schauspielerin ausgeübt.