Kaizers Orchestra
Um den Sänger und Gitarristen Janove Ottesen formte sich Kaizers Orchestra Ende der 1990er Jahre in Bryne im Südwesten Norwegens und etablierte sich Anfang der 2000er als alternative Rockband, die auf Norwegisch singt. Das Sextett entwickelte eine Mischung aus elektrischem Rock, an balkanische Fanfaren erinnernden Rhythmen und düsteren Kabarett‑Stimmungen, getragen von erzählerischen Songs über Mafiafamilien, Soldaten und Randfiguren. Das Debütalbum Ompa til du dør (2001) legte die Grundzüge dieser Ästhetik fest, die mit Evig pint (2003) und Maestro (2005) mit stärker orchestrierten Arrangements fortgeführt wurde. Mit Maskineri (2008) und der Kompilation neu eingespielter Titel Våre demoner (2009) erweiterten Kaizers Orchestra ihr Spektrum in Richtung direkterem Rock, behielten jedoch ihre Vorliebe für repetetive Motive und skandierte Refrains bei. Zwischen 2011 und 2012 entwickelte die Trilogie Violeta Violeta eine Form des Rock‑Operas um eine konzeptionelle Geschichte und nimmt einen besonderen Platz in der Diskografie der Band ein. Nach einer Abschiedstournee und einer Pause 2013 widmeten sich die Mitglieder verschiedenen Projekten, bevor sie Anfang der 2020er Jahre ihre Wiedervereinigung ankündigten und die Bühnenaktivitäten wieder aufnahmen.
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