Julianna Barwick

Geboren in Louisiana und seit vielen Jahren in Brooklyn ansässig, gestaltet Julianna Barwick vokale Ambient-Musik, in der geschichtete Harmonien im Zentrum stehen. Geprägt vom Chorsingen ihrer Kindheit, entwickelt sie den Großteil ihrer Stücke aus nahezu wortlosen Stimm-Loops, die sich in stark hallenden Klangräumen entfalten – zwischen Ambient, Neoklassik und langsamer Dreampop. Nach einem in Eigenregie veröffentlichten Debüt, Sanguine (2006), und der EP Florine (2009) nahm Barwicks Laufbahn mit The Magic Place (2011) Gestalt an und verortete sie in der damals aufblühenden experimentellen Szene New Yorks. Nepenthe (2013), in Reykjavík mit Produzent Alex Somers und isländischen Musiker:innen aufgenommen, festigte Barwicks Verwurzelung in einer atmosphärischen, choralen Ästhetik. Will (2016) und anschließend Healing Is a Miracle (2020) führen die Suche nach einem kontemplativen Klang fort, in dem vokale Schichten, dezente elektronische Akzente und gedehnte Tempi zusammenfinden. Auf der Bühne überträgt Barwick diese Solo-Arbeitsweise mittels Echtzeit-Looping, bevorzugt Orte mit großzügiger Akustik – etwa Kirchen oder ausgewählte Räume der zeitgenössischen Kunst – und bewegt sich damit zwischen experimenteller Musik, Meditationsmusik und unabhängiger Kultur.

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März 17