Julian Lage

Schon früh an der Gitarre in der Gegend von Santa Rosa, Kalifornien, ausgebildet, entwickelte Julian Lage bereits in seiner Kindheit eine intensive Beziehung zum Jazz und zur improvisierten Musik, dokumentiert bereits Ende der 1990er Jahre im Film „Jules at Eight“. Später in der amerikanischen Szene etabliert, wurde er durch seine Zusammenarbeit mit dem Vibraphonisten Gary Burton bekannt, bevor er eigene Projekte leitete, in denen die Sprache des Jazz mit Einflüssen aus Folk, Bluegrass, Country und Kammermusik verschmilzt. Sein erstes Album als Bandleader, Sounding Point (2009), legte die Grundlage für ein sehr melodisches Spiel, fortgeführt mit Gladwell (2011) und dem akustischen Soloprojekt World’s Fair (2015). Mit Arclight (2016) und Modern Lore (2018) verfestigte Lage eine Kompositionsweise, die auf das Trio Gitarre, Kontrabass und Schlagzeug fokussiert ist, während Love Hurts (2019) sowie Squint (2021) und View With a Room (2022) bei Blue Note eine Ästhetik vertiefen, die zugleich zeitgenössisch ist und in amerikanischen Traditionen verwurzelt bleibt. Parallel dazu spielt er häufig in Duo- und Kleinformationen, etwa mit Nels Cline, Chris Eldridge oder Fred Hersch, und wirkt in Ensembles unter der Leitung von John Zorn und Charles Lloyd mit, wodurch sein Spiel in ein Netzwerk von Kollaborationen eingebettet ist, das sowohl den aktuellen Jazz als auch Roots-Musiken abdeckt.

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