Liane Foly

Geboren 1962 in Lyon in einer Familie französisch‑algerischer Herkunft, begann Liane Foly sehr früh im Familienorchester und auf den Bühnen ihrer Region aufzutreten, bis sie Mitte der 1980er Jahre vom Komponisten André Manoukian entdeckt wurde, mit dem sie ihre Plattenkarriere startete. Mit dem Album «Rêve orange» (1988) etablierte sie sich in der französischen Varieté‑Landschaft. Liane Foly entwickelte ein Repertoire an der Schnittstelle von Chanson, Jazz, Blues und Pop, geprägt von einer Vorliebe für Swing, Scat und orchestrale Arrangements. Die Alben «Au fur et à mesure» (1990) und «Les petites notes» (1993) bestätigten diese Ästhetik — eine Mischung aus Balladen, rhythmischeren Stücken und amerikanischen Einflüssen —, während «Caméléon» (2002) und «Le Goût du désir» (2008) die Erkundung einer anspruchsvollen, soul‑gefärbten Liedkunst fortsetzten. Parallel zu ihren Studioaufnahmen tourt sie ausgiebig, bespielt Theater mit Programmen, die Lieder und Imitationen verbinden, und ist regelmäßig im Fernsehen zu sehen. Mit «Crooneuse» (2016) kehrte sie zu Standards und französisch‑ sowie englischsprachigen Coverversionen im Geist einer Crooner‑Interpretin zurück und festigte damit ihre Verankerung zwischen Vokaljazz und französischem Chanson.

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