Jorge Drexler
Geboren 1964 in Montevideo hat Jorge Drexler seit Anfang der 1990er Jahre ein spanischsprachiges Chanson-Repertoire aufgebaut, in dem Milonga, Candombe, Murga, Bossa Nova, Pop, Folk und elektronische Akzente aufeinandertreffen, wobei der Text zentral steht. Als ausgebildeter HNO-Arzt veröffentlichte Drexler zunächst in Uruguay La luz que sabe robar (1992) und Radar (1994), bevor er sich nach seiner Begegnung mit Joaquín Sabina Mitte der 1990er Jahre in Madrid niederließ. Diese Phase brachte Alben wie Vaivén (1996), Llueve (1997), Frontera (1999), Sea (2001) und Eco (2004) hervor, oft in Zusammenarbeit mit uruguayischen Musikern wie Juan Campodónico und Carlos Casacuberta. Drexler schrieb zudem für andere Interpreten, darunter Rosario Flores und Shakira. 2005 erhielt sein Lied Al otro lado del río, zu hören im Film The Motorcycle Diaries, den Oscar für den besten Originalsong — eine Premiere für einen uruguayischen Künstler. Anschließend wechselte er zwischen akustischen Formaten und rhythmischeren Ansätzen mit 12 segundos de oscuridad (2006), Amar la trama (2010), Bailar en la cueva (2014), Salvavidas de hielo (2017) und Tinta y tiempo (2022).
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