Léonie Pernet
Geboren 1989 in Paris entwickelt Léonie Pernet ein Werk an der Schnittstelle von elektronischer Musik, Pop und einer instrumentalen Schreibweise, die der zeitgenössischen Musik nahe steht. Zunächst als DJ und Schlagzeugerin zu Beginn der 2010er-Jahre aktiv, unter anderem auf Tour mit dem Produzenten Yuksek, verfeinerte sie eine Ästhetik, in der elektronische Rhythmen, atmosphärische Flächen, Streicher, Orgel und Stimme aufeinander reagieren. Fest verankert in der französischen Independent-Szene, trat sie 2014 als Solokünstlerin mit der EP Two of Us hervor, bevor sie 2018 ihr erstes Album Crave bei InFiné veröffentlichte — geprägt von einem Wechsel aus englischen und französischen Liedern, dunklen Klanglandschaften und melodischeren Momenten. Das 2021 erschienene Album Le Cirque de consolation setzt diesen Ansatz fort und integriert deutlicher Motive aus nordafrikanischen Musiken und vokalen Polyphonien in einer Verbindung von elektronischen Pulsationen, orchestralen Arrangements und Ambient-Texturen. Ihre Konzerte in Clubs und auf Festivals in Frankreich wie im Ausland beruhen auf einem multiinstrumentalistischen Spiel, in dem Schlagzeug, Tasten und Gesang Sets strukturieren, die zwischen introspektiver Dance Music und langsamen Balladen oszillieren. Parallel zu ihren Veröffentlichungen komponiert Léonie Pernet auch für Film und Bild, was den stückhaften Werken einen cineastischen und narrativen Charakter verleiht.
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