Johannes Brahms

Geboren in Hamburg 1833 und gestorben in Wien 1897, gehört Johannes Brahms zum deutschen Romantizismus, bleibt aber fest an die Formen gebunden, die von Bach, Beethoven, Mozart und Schubert stammen. Pianist und Dirigent ebenso wie Komponist machte sich Brahms früh in den germanischen Musikkreisen einen Namen, insbesondere nach seiner Begegnung mit Joseph Joachim und später mit Robert und Clara Schumann im Jahr 1853, ein entscheidender Moment seines Aufstiegs. Ab 1860er Jahren dauerhaft in Wien ansässig, entwickelt er eine dichte, strenge und ausdrucksvolle Schreibweise, basierend auf thematischer Arbeit, Kontrapunkt und einem ständigen Gleichgewicht zwischen romantischem Ly rismus und klassischer Architektur. Sein Katalog deckt fast alle Gattungen außer Oper ab, von Kammermusik bis zu großen Chor- und Sinfonikwerken, darunter Ein Deutsches Requiem op. 45 (1868), die Symphonien Nr. 1 (1876), Nr. 2 (1877), Nr. 3 (1883) und Nr. 4 (1885), das Violinkonzert op. 77 (1878), das Klavierkonzert Nr. 2 op. 83 (1881), sowie einen umfangreichen Zyklus von Liedern, Klavierstücken und Kammermusikwerken. Brahms besuchte die Konzertbühnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz und pflegte zugleich enge Verbindungen zu Interpreten wie Clara Schumann, Joseph Joachim und Richard Mühlfeld, die die Entwicklung seines Werks begleiteten.

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