Lee Ranaldo

Geboren in Glen Cove auf Long Island, machte Lee Ranaldo zunächst in der New Yorker Szene der frühen 1980er Jahre auf sich aufmerksam – zwischen No Wave, experimentellem Rock und Arbeiten an Gitarrentexturen – nach Stationen bei Glenn Branca und Plus Instruments. 1981 gründete er zusammen mit Thurston Moore und Kim Gordon Sonic Youth, eine zentrale Band für die Entwicklung alternativer Rockmusik, die Dissonanz, verschobene Melodien, Noise und Art-Rock vereinte. Parallel zu dieser kollektiven Laufbahn entwickelte Ranaldo früh eine persönliche, stärker improvisationsoffene Arbeit, die Spoken Word und klangliche Formen einschloss: Alben wie From Here to Infinity (1987), Amarillo Ramp (For Robert Smithson) und Dirty Windows (1998). Nach der Pause von Sonic Youth 2011 richtete Ranaldo seine Soloarbeit wieder stärker auf songorientierte Formate aus mit Between the Times and the Tides (2012), gefolgt von Last Night on Earth (2013) mit The Dust, dann Electric Trim (2017) mit Raül Refree und Names of North End Women (2020). Sein Werdegang umfasst außerdem Text of Light, Kooperationen mit Leah Singer in Bild-Ton-Performances sowie eine beständige Arbeit an der Schnittstelle von Musik, Poesie und Bildender Kunst.

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