Laurie Anderson

Seit den 1970er-Jahren auf der New Yorker Szene aktiv, hat Laurie Anderson ein Werk entwickelt, das an der Schnittstelle von experimenteller Musik, Pop-Art und multimediabasierter Performance liegt. 1947 in Illinois geboren und Ende der 1960er in New York ansässig geworden, machte sie sich zunächst in der Gegenwartskunstszene mit Performances bemerkbar, die Erzählung, verstärkte Violine und visuelle Apparate verbinden, bevor sie sich Studioaufnahmen zuwandte. Die Single O Superman (1981) verschaffte ihr größere Aufmerksamkeit und mündete im Album Big Science (1982), das durch einen sparsamen Einsatz elektronischer Mittel, gesprochene Stimme und distanzierte Ironie geprägt ist. Auch die folgenden Platten wie Mister Heartbreak (1984), Strange Angels (1989) oder Bright Red (1994) setzten diese Erkundungen fort und verbanden Popstrukturen, elektronische Texturen und häufig narrative Texte, die sich mit Technologie, Sprache oder Erinnerung befassen. Anderson arbeitete zudem an stärker erzählerischen oder orchestralen Projekten, etwa Life on a String (2001), Homeland (2010), dem Projekt Landfall mit dem Kronos Quartet (2018) oder Songs from the Bardo (2019), das von Texten des tibetischen Buddhismus inspiriert ist. Sowohl in Museen als auch auf Musikfestivals und in Konzertsälen präsent, kollaborierte sie im Laufe der Zeit mit Künstlern aus Rock, zeitgenössischer Komposition und der experimentellen Szene und setzte zugleich Installations- und Filmprojekte um, darunter den Spielfilm Heart of a Dog (2015).

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Apr. 10
März 9, 2013