La Ruda

Gegründet in Saumur im Jahr 1993 unter dem Namen La Ruda Salska, gehörte La Ruda zunächst zur französischen Alternative‑Rock‑Szene mit einer Mischung aus Ska, Rock und lateinamerikanischen Einschlägen, getragen von einer erweiterten Besetzung, in der Bläser eine wichtige Rolle spielten. Nach einer ersten Demo, die auf Compilations veröffentlicht wurde, stabilisierte sich die Gruppe Mitte der 1990er Jahre um Sänger Pierrot und veröffentlichte 1996 Le Prix du silence und 1999 L’Art de la joie – zwei Alben, die einen direkten, schnellen und kollektiven Sound etablierten, der auf der Bühne durch intensive Touraktivitäten verlängert wurde. Mit Passager du réel (2001) rückten die Texte stärker in den Vordergrund, bevor 24 images/seconde (2004) eine deutlich rockigere Wendung markierte; in dieser Phase gab La Ruda schrittweise die Bezeichnung La Ruda Salska auf und nannte sich einfach La Ruda. Diese Entwicklung setzte sich mit La Trajectoire de l’homme‑canon (2006) fort, während Les Bonnes Manières (2007) ein akustisches Format mit Neuinterpretationen des eigenen Repertoires erforschte. Es folgten Grand Soir (2009) und Odéon 10‑14 (2011). Zwischen Liveauftritten, Musikerwechseln und punktuellen Bühnenrückkehren nach der Pause 2012 hat La Ruda eine Identität bewahrt, die auf der Energie des Rock, dem Zusammenspiel und dem festlichen Erbe des französischen Ska beruht.

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