Lamb
In Manchester traf der Produzent Andy Barlow Mitte der 1990er Jahre auf Sängerin und Songwriterin Lou Rhodes – daraus entstand im Duoformat Lamb, das Trip Hop, Drum and Bass, Jazz, Dub, Breakbeat und später auch folkige, akustische Nuancen verband. Bereits das Debütalbum Lamb (1996) etablierte eine erkennbare Schreibweise, getragen vom Kontrast zwischen Barlows nervösen Rhythmen und Rhodes’ geschmeidigem Gesang; Stücke wie „Górecki“ trugen dazu bei, das Projekt über die elektronische Szene hinaus bekannt zu machen. Es folgten Platten wie Fear of Fours (1999), What Sound (2001) und Between Darkness and Wonder (2003), in denen Lamb seine Palette in Richtung melodischerer Formen erweiterte, ohne die Verwurzelung in der britischen elektronischen Musik aufzugeben – oft in Verbindung gebracht mit der Trip-Hop-Szene von Bristol, obwohl die Band aus Manchester stammt. Nach einer Trennung 2004 reformierte sich Lamb 2009 für Konzerte und Festivals und kehrte später mit 5 (2011), Backspace Unwind (2014) und The Secret of Letting Go (2019) ins Studio zurück. Parallel dazu verfolgen Lou Rhodes und Andy Barlow Soloprojekte, während Lamb bis in die letzten Jahre des Duos zwischen Studioarbeit und europäischen Auftritten wechselte.