Jeff "Tain" Watts

Geboren 1960 in Pittsburgh, Pennsylvania, etablierte sich Jeff "Tain" Watts ab den 1980er‑Jahren in der modernen amerikanischen Jazzszene, nachdem er das Berklee College of Music besucht hatte, wo er Branford Marsalis kennenlernte. Als Schlagzeuger und Komponist entwickelte Watts eine Sprache zwischen Hard Bop, Post‑Bop und zeitgenössischem Jazz, geprägt von sehr artikuliertem Spiel, dichter Pulsation und ständiger Aufmerksamkeit für die Dynamik der Gruppe. Zunächst in Wynton Marsalis' Quartett auf mehreren Aufnahmen der 1980er Jahre zu hören, wurde er später festes Mitglied des Branford Marsalis Quartet, einer zentralen Formation seiner Laufbahn. Im Verlauf seiner Karriere arbeitete Jeff "Tain" Watts außerdem mit Michael Brecker, McCoy Tyner, Kenny Garrett, Alice Coltrane, Ravi Coltrane und dem Mingus Big Band zusammen, während er eigene Projekte leitete. Als Bandleader umfasst seine Diskographie unter anderem Megawatts (1991), Citizen Tain (1999), Bar Talk (2002), Watts (2009), Blue, Vol. 1 (2015) und Blue, Vol. 2 (2018). In seinen Kompositionen wie im Spiel verbindet Watts präzise Strukturen, rhythmische Spannung und einen fließenden Übergang zwischen akustischer Tradition und den offeneren Formen des zeitgenössischen Jazz.

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