Jason Moran
Geboren 1975 in Houston, Texas, hat sich Jason Moran seit Ende der 1990er Jahre als Jazzpianist und Komponist etabliert, dessen Arbeit Post-Bop, Avantgarde, Blues, klassische Referenzen und Echos des Hip-Hop miteinander verbindet. Zunächst im klassischen Klavierspiel ausgebildet und später an der Manhattan School of Music, erregte Moran zunächst Aufmerksamkeit neben dem Saxophonisten Greg Osby, bevor er 1999 unter eigenem Namen Soundtrack to Human Motion veröffentlichte. Zu Beginn der 2000er Jahre entwickelte er einen wesentlichen Teil seiner Laufbahn mit seinem Trio The Bandwagon, gegründet mit Tarus Mateen und Nasheet Waits, das unter anderem auf Facing Left (2000), Black Stars (2001), The Bandwagon (2003) und Ten (2010) zu hören ist. Sein Spiel verbindet stark Rhythmus, Raum, Dissonanz und Zitate, mit ständigem Blick auf die Jazzgeschichte von Thelonious Monk bis Fats Waller, dem er All Rise: A Joyful Elegy for Fats Waller (2014) widmet. Parallel zu Solo- oder Gruppenaufnahmen hat Moran mit Charles Lloyd, Dave Holland, Don Byron, Imani Winds und bildenden Künstlern wie Joan Jonas und Glenn Ligon zusammengearbeitet und Formen entwickelt, die Konzert, Performance, Installation und Bild kombiniert. Auch als Pädagoge ist Moran tätig: Er lehrt am New England Conservatory und leitet seit mehreren Jahren die Jazz-Programmgestaltung des Kennedy Center.