Jarboe
Geboren in New Orleans, wurde die amerikanische Sängerin, Komponistin und Performerin Jarboe Mitte der 1980er Jahre als Mitglied von Swans bekannt, wo ihre Stimme, ihre Texte und Arrangements zur Entwicklung der Band hin zu einem experimentellen Rock beitrugen, der Post-Punk, Industrial und düsteren Folk vereint — von «Children of God» (1987) bis «Soundtracks for the Blind» (1996). Seit Beginn der 1990er Jahre baute Jarboe parallel eine umfangreiche Solodiskographie auf, in der sich abstrakter Rock, Dark Ambient, Spoken Word und rituell inspirierte Musik kreuzen, mit Alben wie «Thirteen Masks» (1991), «Sacrificial Cake» (1995), «Anhedoniac» (1998), «Disburden Disciple» (2000), «The Men Album» (2005) und «Mahakali» (2008). Nach ihrem Umzug nach Atlanta intensivierte sie grenzüberschreitende Kollaborationen, etwa mit der Post-Metal-Band Neurosis auf dem gemeinsamen Album «Neurosis & Jarboe» (2003) oder mit Justin K. Broadrick auf «J²» (2008), und trat sowohl in intimen Spielstätten als auch auf Bühnen im Bereich extremer und experimenteller Musik auf. Jarboes Werk zeichnet sich durch eine stark modulierte Stimmführung aus — von melodischem Gesang bis zu gesprochenen oder beschwörenden Texturen — sowie durch einen ständigen Dialog zwischen Introspektion, mystischer Imagination und klanglicher Forschung.
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