Kohndo

Seit Mitte der 1990er Jahre auf der französischen Rapszene aktiv, machte Kohndo zunächst im Pariser Kollektiv La Cliqua unter dem Namen Doc Odnok auf sich aufmerksam, zu einer Zeit, in der sich eine erste Generation frankophonen Hip‑Hop formierte. Mit La Cliqua wirkte er am Aufstieg eines Autorenraps mit, der Text und Reim in den Mittelpunkt stellt, bevor er Anfang der 2000er Jahre eine Solokarriere einschlug. Kohndos Musik orientiert sich an einer hip‑hop Ästhetik, die dem Boom‑Bap nahe steht und von Soul‑ sowie Jazz‑Einflüssen geprägt ist, mit einer Vorliebe für warme Klangbilder und gemäßigte Tempi. Seine oft introspektive Schreibe verbindet Alltagsgeschichten, soziale Beobachtungen und Bezüge zur Hip‑Hop‑Kultur und nähert sich gelegentlich dem Spoken‑Word‑Stil an. In den 2000er und 2010er Jahren veröffentlichte er Studioalben und gezielte Kollaborationen und trat regelmäßig live in Frankreich auf. Diese Laufbahn ermöglicht es Kohndo, die direkte Verbindung zum Erbe von La Cliqua zu bewahren und eine Rap‑Herangehensweise fortzuführen, die Stimme, Flow und Erzählung in den Vordergrund stellt.

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