Kenny Larkin

Geboren 1968 in Detroit, zählt Kenny Larkin zur zweiten Welle der lokalen Techno-Szene, die sich um die Wende der 1990er Jahre entwickelte, in der Nachfolge von Produzenten wie Jeff Mills und Carl Craig. Erste Aufmerksamkeit erregte er mit dem Stück „We Shall Overcome“, veröffentlicht auf dem Label Plus 8. Larkin entwickelte früh einen Ansatz, der die rhythmische Strenge des Detroit-Techno mit einer introspektiven, abstrakten Seite verbindet, die teilweise mit IDM verglichen wird, mit klaren Strukturen, futuristischen Klangtexturen und einem ausgeprägten Raumgefühl. Unter seinem eigenen Namen wie unter dem Alias Dark Comedy verbreitete er diese Ästhetik zwischen Clubformaten und anspruchsvoller Musikhörerschaft, insbesondere mit „War of the Worlds“ (1992) sowie den Alben Azimuth (1994) und Metaphor (1995). Dark Comedy tauchte 1997 mit Seven Days wieder auf, bevor Mitte der 2000er Jahre eine diskografische Wiederaufnahme mit The Narcissist (2004), Funkfaker: Music Saves My Soul (2004) und Keys, Strings, Tambourines (2008) folgte. Anfang der 2000er lebte Larkin zeitweise in Los Angeles und teilte seine Tätigkeit zwischen Musik und Stand-up, blieb aber als DJ auf der internationalen Techno-Szene aktiv.

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