Kenny Garrett

Geboren 1960 in Detroit, Michigan, setzte sich Kenny Garrett bereits Ende der 1970er Jahre auf der amerikanischen Jazzszene mit einem prägnanten Altsaxophonspiel durch, das im Post‑Bop verwurzelt, aber offen für Hard Bop, Fusion und rhythmische Strömungen aus Afrika und Asien ist. Ab 1978 wurde er im Umfeld des Duke Ellington Orchestra unter der Leitung von Mercer Ellington ausgebildet; danach spielte Garrett mit Woody Shaw, Freddie Hubbard und Art Blakey, dessen Jazz Messengers er 1986 beitrat. Seine Laufbahn als Bandleader begann 1985 mit Introducing Kenny Garrett und setzte sich mit Alben wie African Exchange Student (1990), Black Hope (1992), Pursuance: The Music of John Coltrane (1996), Songbook (1997), Beyond the Wall (2006), Seeds from the Underground (2012), Pushing the World Away (2013), Do Your Dance! (2016) und Sounds from the Ancestors (2021) fort. Zwischen 1987 und 1991 war Garrett außerdem Mitglied in Miles Davis’ Band – eine prägende Phase seiner Entwicklung –, bevor er als Sideman mit Marcus Miller, Roy Haynes, Chick Corea und John McLaughlin an zahlreichen Projekten mitwirkte. Auf Altsaxophon, Sopran und Flöte entwickelt Garrett eine direkte, dichte und bewegliche Sprache, in der Virtuosität mit Gesang, Groove und kollektiver Improvisation verknüpft bleibt.

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Mai 15, 2018