Kae Tempest
Geboren 1985 in Westminster und aufgewachsen in Brockley im Südosten Londons, hat Kae Tempest, lange als Kate Tempest bekannt, seit den 2000er Jahren ein Werk entwickelt, das an der Schnittstelle von Spoken Word, Hip‑Hop und szenischer Dichtung steht. Ausgebildet an der BRIT School und geprägt von der Londoner Open‑Mic‑Szene, wurde Kae Tempest zunächst mit der Band Sound of Rum wahrgenommen, bevor mit dem Poem‑Stück Brand New Ancients (2012) eine zentralere Position eingenommen wurde. Es folgte eine Solokarriere, in der gesprochene Texte, Rap und eine zurückhaltende Produktion im Vordergrund stehen. Die Alben Everybody Down (2014), Let Them Eat Chaos (2016), The Book of Traps and Lessons (2019), The Line Is a Curve (2022) und Self Titled (2025) führen diesen Ansatz fort, zwischen urbaner Erzählung, gesellschaftlicher Beobachtung, rhythmischer Spannung und zurückhaltenden Melodien. Kae Tempests Laufbahn reicht zudem ins Theater, in den Roman und in veröffentlichte Lyrik, doch die Bühne bleibt ein zentraler Ort, in Formaten von Konzerten mit Band bis zu reduzierten Performances. Kae Tempest hat außerdem mit Künstlern aus Rap, Indie‑Pop und elektronischer Musik zusammengearbeitet und behält dabei eine direkte, erzählerische und stark in der Oralität verankerte Schreibweise bei.
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