Juliette
Geboren 1962 in Paris und früh im Klavierspiel ausgebildet, wuchs Juliette Noureddine zwischen Suresnes und Toulouse auf, wo sie Anfang der 1980er Jahre ihre ersten Bühnenauftritte hatte, oft in einem Piano‑Vocal‑Besetzungsformat. Bei den Découvertes des Printemps de Bourges wurde sie 1985 und 1986 entdeckt. Unter dem Namen Juliette entwickelte sie eine chanson française, die stark auf Interpretation, Erzählung und Bühnenpräsenz setzt, mit einem Schreibstil, der Humor, Porträts, düstere Fantasie und literarische Anspielungen verbindet. Ihr Umfeld schöpft aus Kabarettradition, der chanson réaliste, Tango, Jazz, lateinamerikanischen Musiken und einer klassischen Kultur, die sowohl in Harmonien als auch in Orchestrierungen spürbar ist. Nach der Live‑Platte ¿Qué tal? (1991) veröffentlichte Juliette Irrésistible (1993), Rimes féminines (1996) und Assassins sans couteaux (1998), zunächst mit dem Texter Pierre Philippe, später mit Mitarbeitern wie Didier Goret und François Rauber. Es folgten Le Festin de Juliette (2002), Mutatis mutandis (2005), Bijoux et babioles (2008), No Parano (2011), Nour (2013), J’aime pas la chanson (2018) und Chansons de là où l’œil se pose (2023), produziert mit Renaud Letang. Juliette arbeitete außerdem mit Jean Guidoni, Vincent Ségal und Olivia Ruiz zusammen und trat auf Bühnen wie dem Olympia auf, wobei das Rezital und das Komponieren am Klavier weiterhin zentral bleiben.
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