Heinz Rudolf Kunze

Heinz Rudolf Kunze, geboren 1956 in Espelkamp (Westdeutschland), etablierte sich bereits Anfang der 1980er Jahre als deutscher Liedermacher und Songwriter zwischen Rock, Pop und der Tradition der Liedermacher. Nach einem Studium der Germanistik und Philosophie in Münster veröffentlichte er 1981 sein Debütalbum Reine Nervensache, gefolgt von Eine Form von Gewalt (1982) und Der schwere Mut (1983). Diese Platten prägen einen Stil, der auf sorgfältig ausgearbeiteten, häufig ironischen oder gesellschaftskritischen Texten beruht und von einem rockigen Sound mit New‑Wave‑Anklängen getragen wird. Mit dem 1985 erschienenen Dein ist mein ganzes Herz festigte er seinen Platz in der deutschsprachigen Pop‑Rock‑Szene; darauf folgten regelmäßig Alben von Wunderkinder (1986) bis In einem Land, das es nicht mehr gibt (1989) sowie Brille (1991) und Draufgänger (1993), die die Entwicklung des deutschen Liedguts nach der Wiedervereinigung begleiteten. Neben seiner Tätigkeit als Interpret entwickelte Kunze eine Arbeit als Schriftsteller und Texter, veröffentlichte Romane und Textsammlungen und fertigte deutsche Adaptionen von Musicals wie Les Misérables oder Miss Saigon an. Bis heute ist er mit seiner Band aktiv, und in den 2000er und 2010er Jahren setzte er seine dichte Diskographie fort, in der Studioalben, Liveaufnahmen und literarischere Projekte einander abwechseln und in denen das deutschsprachige Rocklied auf Erzählung und Alltagskommentar zentriert bleibt.

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