Joshua Redman
Der amerikanische Saxophonist Joshua Redman wurde 1969 in Berkeley, Kalifornien, geboren. Er wuchs in einem musikalischen Umfeld auf, geprägt durch die Präsenz seines Vaters, des Saxophonisten Dewey Redman, und entwickelte sehr früh eine Leidenschaft für Jazz und improvisierte Musik. Nach einem Studium der Sozialwissenschaften an der Harvard University zog Redman Anfang der 1990er Jahre nach New York, wo er sich zunächst in den Clubs einen Namen machte. Der Gewinn des Thelonious-Monk-Wettbewerbs 1991 lenkte seine Laufbahn endgültig in Richtung Musik. Seine ersten Alben «Joshua Redman» (1993), «Wish» (1993) und «MoodSwing» (1994) legten die Grundlage für einen Stil, der im Post-Bop und im zeitgenössischen Jazz verankert ist und melodischen Ausdruck, Groovesinn und eine Vorliebe für offene Formen verbindet. Im Lauf der Jahre wechselte er zwischen Quartetts, Trios und größeren Besetzungen und erforschte sowohl akustischen Jazz als auch klangliche Nuancen mit Funk- und Soul-Einflüssen, etwa auf «Elastic» (2002) und «Momentum» (2005). Als Mitglied verschiedener kollektiver Ensembles, insbesondere des SFJAZZ Collective, pflegt er langjährige Kooperationen mit Musikern der New Yorker Szene. Alben wie «Walking Shadows» (2013), «The Bad Plus Joshua Redman» (2015), «Nearness» mit Brad Mehldau (2016) und «Where Are We» (2023) veranschaulichen die Vielfalt der von ihm bearbeiteten Formate – von Neuinterpretationen von Standards über eigene Kompositionen bis zu konzeptionellen Projekten, die Songwriting und das amerikanische Popularrepertoire in den Mittelpunkt stellen.
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