Habib Koité

Geboren 1958 in Thiès (Senegal) und sehr früh nach Mali gezogen, wuchs Habib Koité zwischen Kayes und Bamako in einer kassonké-Familie mit Griot-Tradition auf, in der Gesang und Instrumente eine zentrale Rolle spielten. Er absolvierte das Institut national des arts in Bamako und wurde später dort Gitarrenlehrer. Habib Koité entwickelte einen sehr persönlichen Spielstil, der von Mandingarepertoires und malischen Traditionen geprägt ist, aber ebenso Einflüsse aus Blues, Reggae und Flamenco aufnimmt. 1988 gründete er mit langjährigen Weggefährten die Gruppe Bamada und machte zunächst auf lokalen Bühnen auf sich aufmerksam, bevor er Anfang der 1990er Jahre international auftrat. Seine Diskografie umfasst unter anderem Muso Ko (1995), Ma Ya (1998), Baro (2001), Afriki (2007), Brothers in Bamako (2012, mit Eric Bibb), Soô (2014) und Kharifa (2019). Habib Koité arbeitete außerdem mit Musikern wie Toumani Diabaté, Kélétigui Diabaté und Afel Bocoum zusammen. Mit Bamada hat er über Jahrzehnte ein Repertoire aufgebaut, in dem die Gitarre mit geschmeidigen Rhythmen, Gesängen in mehreren malischen Sprachen und einem bewussten Umgang mit den Schnittstellen zwischen volkstümlichen Traditionen, akustischer Musik sowie afrikanischen und internationalen Bühnen in Dialog tritt.

kommende Veranstaltungen 1

vergangene Veranstaltungen 1

Okt. 18, 2019