Guru Guru
Gegründet in Heidelberg 1968 um den Schlagzeuger Mani Neumeier, zunächst unter dem Namen The Guru Guru Groove, gehört Guru Guru zur ersten Generation des deutschen Krautrock. Die Band bewegt sich an der Schnittstelle von experimentellem Rock, Psychedelic Rock, Jazz-Rock und einer sehr freien, progressiven Herangehensweise. Nach einem Anfang mit Uli Trepte und Eddy Naegeli und dem kurzzeitigen Einsatz von Jim Kennedy erhielt die Besetzung mit Ax Genrich ihr markantestes Profil, das mit dem Album UFO (1970) begann, gefolgt von Hinten (1971) und Känguru (1972). Schon in dieser Phase entwickelte Guru Guru einen Klang, der auf Improvisation, langen Formen, Rhythmusbrüchen und einer Vorliebe für das Absurde basiert, in Verbindung mit der deutschen Free-Jazz-Szene und Begegnungen mit Musikerinnen wie Irène Schweizer. Im Laufe der Jahrzehnte wechselte die Besetzung häufig, doch Mani Neumeier blieb der tragende Kern; sein Schlagzeugspiel und seine Stimme sorgen für Kontinuität. Die Diskografie durchläuft mehrere Phasen – vom rauen Krautrock der Anfänge bis zu offeneren oder verschobenen Formen auf Tango Fango (1976), Wah Wah (1995), PSY (2008), Doublebind (2011), Electric Cats (2013), Rotate! (2018) und Incredible World Of Guru Guru (2023). Auf der Bühne bewegte sich Guru Guru lange Zeit in Kontexten, die Underground-Rock, alternative Festivals und das psychedelische europäische Erbe vereinen.
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| Mai 29 |
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