Grouper
Unter dem Namen Grouper entwickelt Liz Harris seit Mitte der 2000er Jahre ein Werk, das sich zwischen Ambient, psychedelischem Folk, Slowcore und Minimalismus bewegt und aus leisen Liedern, zurückhaltenden Klangflächen, Klavier, akustischer Gitarre und Stimmen besteht, die oft in die Klangtextur verschmelzen. Geboren in Nordkalifornien und seit langem in Astoria, Oregon ansässig, veröffentlichte sie ihre ersten Aufnahmen im Jahr 2005, zunächst im Selbstverlag und dann auf mehreren unabhängigen Labels. Nach Grouper (2005), Way Their Crept (2005), Wide (2006) und Cover the Windows and the Walls (2007) erweitert Grouper ihr Schreiben mit Dragging a Dead Deer Up a Hill (2008), einem Album, in dem die Liedform klarer wird, ohne ihre neblige Ästhetik zu brechen. Die Folgewerke führen durch das Diptychon A I A: Dream Loss und A I A: Alien Observer von 2011, gefolgt von The Man Who Died in His Boat von 2013. Auf Ruins (2014), teils in Portugal aufgenommen, schärft Liz Harris den Rahmen weiter um Klavier, Stimme und Umgebungsgeräusche. Grouper setzt danach mit Grid of Points (2018) und Shade (2021) fort. Parallel dazu führt Harris mehrere Projekte und Kooperationen, insbesondere Mirrorring mit Jesy Fortino von Tiny Vipers, Raum mit Jefre Cantu-Ledesma, sowie Arbeiten mit Xiu Xiu, Inca Ore, Roy Montgomery, The Bug oder Lawrence English. Diese Biografie verbindet die experimentelle Szene, das intime Ambient und einen sehr persönlichen Ansatz des Lieds.