Jill Scott
Geboren 1972 in Philadelphia, etablierte sich Jill Scott um die Jahrtausendwende als zentrale Figur der amerikanischen Neo-Soul-Szene, indem sie Soul-Erbe, zeitgenössischen R&B, Jazz und Spoken-Word miteinander verband. Aus den Poesie- und Cafékonzert-Szenen ihrer Heimatstadt stammend, fiel sie zunächst als Co-Autorin des Titels "You Got Me" für The Roots auf, bevor sie 2000 das Album Who Is Jill Scott? Words and Sounds Vol. 1 veröffentlichte, auf dem sich Soul-Balladen, Midtempo-Stücke und gesprochene Passagen begegnen. Diesen Ansatz setzte sie mit Beautifully Human: Words and Sounds Vol. 2 (2004) und The Real Thing: Words and Sounds Vol. 3 (2007) fort und dokumentierte ihre Bühnenarbeit auf dem Live-Album Experience: Jill Scott 826+ (2001). Mit The Light of the Sun (2011) und Woman (2015) akzentuierte sie stärker Jazz-, Funk- und Gospel-Farben, gestützt auf warme Arrangements und ein ausdrucksstarkes Gesangsspiel. Parallel zu ihren Aufnahmen arbeitete Jill Scott vielfach mit Künstlern aus Soul und Hip-Hop zusammen, steuerte Beiträge zu Filmmusiken bei und trat als Schauspielerin in Film und Fernsehen auf, wodurch sie eine sowohl musikalische als auch audiovisuelle Laufbahn aufbaute, ohne die Verbindung zur Philadelphiaer Soul-Tradition zu verlieren.
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