Goldie Lookin Chain

In Newport, Wales geboren, formierte sich Goldie Lookin Chain Anfang der 2000er Jahre als mehrstimmiges Rap-Kollektiv, das Hip-Hop satirisch betrachtete und stark lokal verwurzelt war. Goldie Lookin Chain verbindet einfache Beats, Theken-Refrains, absurden Humor und Beobachtungen zum walisischen Alltagsleben, zur britischen Popkultur und zu Klischees des amerikanischen Rap – häufig in einem bewusst derben Ton. Bevor sie ein größeres Publikum erreichten, veröffentlichten sie zunächst zahlreiche Eigenproduktionen, darunter The Manifesto (2003), und unterschrieben dann bei East West, was die landesweite Verbreitung von Greatest Hits (2004) und Safe as Fuck (2005) begleitete. In dieser Zeit waren sie auch auf britischen Bühnen präsent, etwa gemeinsam mit The Darkness, und standen in der Nachwirkung der Cool-Cymru-Bewegung. Die weitere Diskografie zeigt eine kontinuierliche Aktivität mit Alben wie Under the Counter (2008), Blue Waffle (2011), Greatest Hits 2 (2015), Mike Balls Boutique (2023) und The Mix Tape 6 (2024). Hinter dem parodistischen Tonfall hat Goldie Lookin Chain eine Identität aufgebaut, die sich durch komödiantischen Rap, einen offensiv eingesetzten walisischen Akzent und ein ausgeprägtes Gespür für kulturelle Umdeutungen auszeichnet.

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