Jenny Hval

Geboren 1980 in Oslo, hat Jenny Hval seit Mitte der 2000er Jahre einen Werdegang entwickelt, der sich zwischen Artpop, experimenteller Musik, Ambient, Folk und gesprochener Textarbeit bewegt. Nach ersten Veröffentlichungen unter dem Namen Rockettothesky — darunter To Sing You Apple Trees (2006) und Medea (2008) — veröffentlichte sie 2011 unter eigenem Namen das Album Viscera, Ausgangspunkt einer Arbeit, in der Liedgut mit elektronischen Texturen, sparsam gesetzten Arrangements und einer konstanten Aufmerksamkeit für die Stimme als Material verschmilzt. Diesen Ansatz verfeinerte sie auf Innocence Is Kinky (2013), Apocalypse, girl (2015), Blood Bitch (2016), The Practice of Love (2019) und Classic Objects (2022), indem sie schrägen Pop, Performance, Literatur sowie Reflexionen über Körper, Intimität und Sprache miteinander in Dialog setzte. Ihr Universum bewegt sich zwischen offenen melodischen Strukturen, Spoken Word, atmosphärischen Klangbildern und eher abstrakten Brüchen, bleibt dabei aber dem Songformat verbunden. Sowohl in Indie-Kreisen als auch auf Bühnen des zeitgenössischen Kunst- und Experimentalmusikbereichs präsent, bildet Jenny Hval zusammen mit Håvard Volden außerdem das Duo Lost Girls, eine freiere, improvisatorische Erweiterung ihrer Praxis.

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