Jeanne Mas
Geboren 1958 in Alicante und bereits in jungen Jahren nach Frankreich gezogen, wandte sich Jeanne Mas nach ihrem Studium und einem längeren Aufenthalt in Italien der Musik zu. Dort nahm sie ihre ersten Singles auf Englisch und Italienisch auf und trat in Varietéshows auf. Die Rückkehr nach Frankreich Anfang der 1980er Jahre markierte einen Wendepunkt: Jeanne Mas etablierte sich mit einer Synthpop, die der New Wave nahestand, vermischt mit französischsprachiger Chansonmusik, getragen von elektronischen Arrangements, tanzbaren Rhythmen und einem sehr durchdachten Image. Die Alben Jeanne Mas (1985), Femmes d’aujourd’hui (1986) und Les crises de l’âme (1989) prägten ein Songwriting, in dem eingängige Refrains, gefühlige Themen und ein dunklerer Blick auf das Intime koexistieren, oft in Zusammenarbeit mit dem Komponisten Romano Musumarra. Im Laufe der 1990er Jahre entwickelte Jeanne Mas ihr Repertoire hin zu einer popigeren, rockigeren Ausrichtung und organischeren Klangwelten, ohne dabei Konzerte und Tourneen auf französischen und frankophonen Bühnen aufzugeben. Ab den 2000er Jahren vervielfachte sie Studio-Projekte, erforschte eine introspektivere elektronische Popmusik, engagierte sich stärker in der Produktion ihrer Platten und wechselte weiterhin zwischen Neuveröffentlichungen und Bühnenrückkehren, wobei historisches Repertoire und jüngere Kompositionen nebeneinander standen.
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