Jean-Michel Jarre
Jean‑Michel Jarre ist bereits seit den 1970er‑Jahren Teil der Entwicklung der elektronischen Musik in Frankreich. Sein Aufenthalt beim Groupe de recherches musicales von Pierre Schaeffer prägte nachhaltig seine Herangehensweise an Klang. Bekannt wurde er mit dem Album Oxygène (1976), das lange instrumentale Stücke enthält, aufgebaut aus synthetischen Klangflächen und wiederkehrenden melodischen Motiven. Es folgten Équinoxe (1978) und Les Chants Magnétiques (1981), die einen Stil bekräftigten, der schwebende Atmosphären, minimalistische rhythmische Sequenzen und Anklänge an instrumentale Popmusik verbindet. In den 1980er‑ und 1990er‑Jahren – von Zoolook (1984) über Rendez‑Vous (1986) bis Chronologie (1993) – experimentierte Jarre sowohl mit gesampelten Stimmen als auch mit tanznäheren Strukturen und realisierte parallel groß angelegte Stadtkonzerte, die elektronische Musik mit monumentalen Projektionen und Lichtinszenierungen verbanden. Ab den 2000er‑Jahren, etwa mit Métamorphoses (2000) und den beiden Teilen von Electronica (2015/2016), intensivierte er die Zusammenarbeit mit anderen Produzenten, Komponisten und visuellen Künstlern und wandte sich immersiven Projekten zu, inklusive Mehrkanalformaten und Virtual‑Reality‑Performances, stets mit einer melodischen, filmischen elektronischen Handschrift.
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