James Carter

James Carter wurde 1969 in Detroit, Michigan, geboren und gehört zur Tradition des amerikanischen Jazz, unternimmt jedoch immer wieder Ausflüge an die Randbereiche des Genres. Als Saxophonist und Klarinettist wirkte er zunächst in Detroit und ab Ende der 1980er Jahre in New York. Anfang der 1990er Jahre machte er durch ein Spiel auf sich aufmerksam, das zwischen Swing, Hard Bop, Free Jazz, Blues und Soul oszilliert. Seine ersten Alben als Bandleader, etwa JC on the Set (1993) und Jurassic Classics (1994), legten die Grundlage für ein Repertoire, in dem neu interpretierte Standards und Eigenkompositionen nebeneinanderstehen, während The Real Quietstorm (1995) eine intimere Ästhetik herausarbeitet. Später entwickelte Carter thematische Projekte, darunter Chasin’ the Gypsy (2000) zum Erbe Django Reinhardts und Gardenias for Lady Day (2003) als Hommage an Billie Holiday, die sein Interesse an der Neuinterpretation historischer Jazzgestalten betonen. Parallel dazu ging der Musiker zahlreiche Kollaborationen ein, unter anderem mit Lester Bowie und Julius Hemphill, und trat sowohl in Quartettbesetzungen als auch mit seinem James Carter Organ Trio auf. Aufnahmen wie Live at Baker’s Keyboard Lounge (2004), Present Tense (2008), Caribbean Rhapsody (2011) oder At the Crossroads (2011) belegen seine fortwährende Arbeit am Klang und an der Gruppendynamik; dort wechselt Carter zwischen Saxophonen und Klarinetten in einem Rahmen, der eng gesetzte Arrangements und weite Improvisationsräume verbindet.

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Mai 24
Juli 5, 2016
vom Sept. 3, 2014 bis Sept. 14, 2014