Frittenbude
Frittenbude entstand 2006 in Bayern auf dem Weg zum Pfingst‑Open‑Air in Passau. Anschließend ließ sich die Band in Berlin nieder und bewegte sich zunächst in den deutschsprachigen Indieszene mit Remixes und einer Mischung aus Electropunk, rauer Synthpop, gesprochenem Rap und elektronischem Indie. Lange als Trio unterwegs, arbeitet Frittenbude seit dem Ausstieg von Martin Steer 2022 als Duo um Jakob Häglsperger und Johannes Rögner weiter. Das Debütalbum Nachtigall (2008) legte die Grundlage für deutschsprachiges Songwriting, in dem Clubkultur, Humor, politische Spannung und soziale Beobachtung zusammentreffen. Katzengold (2010), Delfinarium (2012) und Küken des Orion (2015) erweiterten das Spektrum hin zu melodischeren Stücken und einer großzügigeren Produktion. Weitgehend mit der Audiolith‑Szene verbunden, spielte die Band auf zahlreichen Festivals und ging immer wieder punktuelle Kooperationen ein, behielt dabei aber eine prägnante Identität mit direkten Refrains, spannungsgeladenen Beats und einem Ton zwischen Ironie und Unbehagen. Nach Rote Sonne (2019) veröffentlichte Frittenbude 2023 Apokalypse Wow auf dem eigenen Label und bestätigte damit eine dunklere, kompaktere Formel, die weiterhin zwischen Punkenergie, Club‑Elektronik und alternativer Popmusik angesiedelt ist.