Franz Schubert
Geboren in Wien im Jahr 1797 und gestorben in derselben Stadt im Jahr 1828, steht Franz Schubert an der Schwelle zwischen dem späten Klassizismus und dem aufkommenden Romantik. Sehr früh in der Musik ausgebildet, insbesondere bei Antonio Salieri, komponiert er in fast allen Gattungen, doch sein Name bleibt besonders mit dem deutschen Lied verbunden, das er durch eine enge Beziehung zwischen Text, Gesangslinie und Klavierausdruck erneuert. Franz Schubert hinterlässt mehr als 600 Lieder, darunter Gretchen am Spinnrade, Erlkönig oder Ave Maria, sowie Zyklen wie Die schöne Müllerin (1823), Winterreise (1827) und die postume Sammlung Schwanengesang (1828). Sein Repertoire umfasst auch Sinfonien, sakrale Musik, Klavierwerke und einen wesentlichen Anteil am Kammermusikrepertoire, insbesondere das Quintett Die Forelle, das Streichquartett Der Tod und das Mädchen, das Streichquintett in C-Dur und die späten Klaviersonaten von 1828. Lange Zeit in privaten Wiener Kreisen verbreitet, gewinnt seine Musik in den 1820er Jahren an Sichtbarkeit, insbesondere bei den Schubertiaden und dank Interpreten, die ihm nahestehen, wie dem Bariton Johann Michael Vogl. Franz Schubert gab nur ein großes Konzert, das seinen Werken gewidmet war, im Jahr 1828, wenige Monate vor seinem Tod im Alter von 31 Jahren.
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