Fischer-Z
Gegründet in der Londoner New-Wave-Szene Ende der 1970er Jahre, formiert sich Fischer-Z um den Autor, Sänger und Gitarristen John Watts, der von wechselnden Musikern begleitet wird. Bereits mit den Alben Word Salad (1979), Going Deaf For A Living (1980) und Red Skies Over Paradise (1981) bewegte sich Fischer-Z zwischen Rock, Post-Punk und New-Wave-Pop. Die Songs zeichnen sich durch eine Schreibweise aus, die politische Beobachtung, Alltagsgeschichten und dezenten Humor verbindet; Titel wie So Long oder Berlin stehen oft stellvertretend für diese Anfangsphase. Nach einer Pause des Projekts Anfang der 1980er Jahre arbeitete John Watts solo weiter und belebte Fischer-Z Ende des Jahrzehnts mit neuen Partnern wieder. Damit setzte er das Projekt auf Reveal (1987), Fish’s Head (1989) und Destination Paradise (1992) fort, wobei der Schwerpunkt auf melodischeren Rock verschoben wurde, ohne soziale Themen aufzugeben. Die Alben Ether (2002), This Is My Universe (2016), Swimming In Thunderstorms (2019) und Til The Oceans Overflow (2021) bestätigen Fischer-Z als nachhaltiges Forum für John Watts’ Lieder, in denen er zeitgenössische Spannungen, Europa und individuelle Lebenswege erforscht und gleichzeitig an einer Mischung aus nervösen Gitarren, von New Wave geprägten Keyboards und eingängigen Refrains festhält.
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