Hypocrisy
Gegründet Anfang der 1990er Jahre in Ludvika, Schweden, formierte sich Hypocrisy um den Gitarristen, Sänger und Produzenten Peter Tägtgren, dem schnell der Bassist Mikael Hedlund und der Schlagzeuger Lars Szöke beitraten. Die frühen Alben, geprägt von einem floridianisch beeinflussten Death Metal, darunter „Penetralia“ (1992) und „Osculum Obscenum“ (1993), waren brutal und schnell. Mit „The Fourth Dimension“ (1994) und insbesondere „Abducted“ (1996) entwickelte die Band eine melodischere, atmosphärischere Ausrichtung, in der Themen wie UFOs, Entführungen und staatliche Verschwörungen eine prägende Rolle spielen. Im Verlauf der 2000er verfeinerte Hypocrisy ihren Death Metal mit schweren Rhythmen, eingängigen Riffs und gutturalen Vocals, hörbar auf Veröffentlichungen wie „Virus“ (2005) oder „End of Disclosure“ (2013), wobei gelegentlich auch schnellere Passagen oder Black‑Metal‑Elemente integriert wurden. Auf der Bühne blieb die Band dem Powertrio‑Format treu; mit dem Einstieg des Schlagzeugers Horgh 2004 wechselte sie zwischen Studioarbeit und internationalen Tourneen, spielte in Clubs und auf großen europäischen Festivals und festigte so eine unverkennbare Klangidentität innerhalb der extremen Metalszene.
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