Férré Gola

Geboren 1976 in Kinshasa, ist Hervé Gola Bataringue, bekannt als Férré Gola (häufig auch Ferré Gola geschrieben) und mit dem Spitznamen «Jésus de nuances», in der Tradition der kongolesischen Rumba und des Ndombolo verwurzelt, die er zugleich in eine zeitgemäßere Ausdrucksweise führt. 1995 von Werrason entdeckt, schloss er sich zunächst Wenge Musica an und war anschließend von 1998 bis 2004 Mitglied von Wenge Musica Maison Mère, einer Zeit, in der er einen melodischen Gesangsstil entwickelte, der stark auf Chorarrangements und Stimmfärbungsvariationen setzt. Nach seinem Weggang aus der Gruppe war er 2005–2006 kurz im Quartier Latin von Koffi Olomidé aktiv, wodurch er die Kinashasaer Szene großer Formationen und internationaler Tourneen kennenlernte, bevor er 2006 eine Solokarriere begann. Anfang 2007 erschien sein erstes Album „Sens Interdit“, das seinen Namen in der urbanen kongolesischen Musiklandschaft etablierte. Als Liedermacher, Sänger, Tänzer und Produzent hat er ein Repertoire aufgebaut, in dem langsame Rumba-Titel neben schnelleren, dem Ndombolo nahestehenden Stücken stehen, mit Texten, die zwischen gefühlvollen Erzählungen, Alltagsreportagen und Verweisen auf die sozialen Codes von Kinshasa wechseln. Auf der Bühne basieren seine Auftritte auf choreografischer Arbeit, die er von großen kongolesischen Formationen übernommen hat, und führten ihn auf Bühnen in Afrika und international, insbesondere in die USA, nach Europa, in den Nahen Osten und nach Ozeanien.

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