Ferran Palau
Seit seiner Kindheit in Collbató ansässig, hat der katalanische Musiker und Komponist Ferran Palau seit den frühen 2000er-Jahren eine Laufbahn aufgebaut, die eng mit der katalanischen Independent-Szene verbunden ist. Er trat zunächst als Mitglied von Anímic auf, der 2003 zusammen mit Louise Sansom gegründet wurde, bevor er 2012 mit L’aigua del rierol eine Solokarriere begann. Palaus Repertoire reicht von intimem Folk und Singer‑Songwriter‑Kompositionen hin zu einer allmählich minimaleren, gedämpfteren und kontemplativen Indie‑Pop‑Ästhetik, die manchmal als eine Form von metaphysischem Pop beschrieben wird und vom Künstler selbst als ‚easy-loving‘ bezeichnet wird. Diese Entwicklung zeigt sich in einer gleichmäßigen Diskographie: Santa Ferida (2015) und Blanc (2018) bis hin zu Kevin (2019), Cel Clar (2020), Parc (2021), Joia (2021) und Plora aquí (2024). Ferran Palau hat außerdem mit El Petit de Cal Eril sowie später mit Jordi Matas und Sr. Chen zusammengearbeitet; diese Kooperationen begleiten einen klareren, reduzierteren Sound aus ruhigen Melodien, leichten Klangtexturen und einer visuellen Bildsprache, die oft vom Kino der 1980er und 1990er Jahre geprägt ist. 2026 veröffentlichte Ferran Palau Aniversari feliç, coproduziert mit Jordi Matas, in einer Besetzung ohne Schlagzeug, in der Streicher und Bläser stärker in den Vordergrund treten.