Fanfare Ciocarlia
Im Roma-Dorf Zece Prăjini in der rumänischen Moldau formierte sich Fanfare Ciocărlia Mitte der 1990er Jahre um einen Kern von Musikern mündlicher Überlieferung, erbend der ländlichen Blaskapellen der Region. Die Formation, eine in der Besetzung variable Brassband mit Schwerpunkt auf Blechbläsern und Schlagzeug, entwickelte ein Repertoire, das Hochzeitsmusik, Balkan-Tänze, rumänische Weisen, türkische Einflüsse und romani Erbe verbindet; charakteristisch sind schnelle Tempi, dichte Gegenstimmen und eine ausgeprägte Vorliebe für kollektive Arrangements. Entdeckt vom Berliner Label Asphalt Tango, veröffentlichten Fanfare Ciocărlia 1998 Radio Pascani und 1999 Baro Biao – World Wide Wedding, bevor sie mit Iag Bari (2001) und Gili Garabdi (2005) ihr Publikum erweiterten. Das Album Queens and Kings (2007) stellt Kollaborationen mit verschiedenen romani Stimmen in den Mittelpunkt, während Balkan Brass Battle (2011) in Dialog mit Boban & Marko Marković Orkestar tritt. Mit Devil’s Tale (2014), eingespielt mit dem kanadischen Gitarristen Adrian Raso, gefolgt von Onwards to Mars! (2016) und It Wasn’t Hard To Love You (2021), setzt Fanfare Ciocărlia ihren Weg mit zahlreichen internationalen Tourneen, regelmäßigen Festivalauftritten und stetiger Neuinterpretation des balkanischen Repertoires fort.
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