Eva Ayllón
Als in Lima geborene und zentrale Persönlichkeit der música criolla und afro-peruanischen Musik hat Eva Ayllón bereits in den 1970er Jahren ein Repertoire entwickelt, das im Vals, Festejo, Landó und Marinera verwurzelt ist und zwischen intimen Liedern und stärker rhythmischen Formen pendelt. Zunächst fiel sie in Peñas und in Varietésendungen des peruanischen Fernsehens auf, bevor sie eine regelmäßige Plattenlaufbahn begann und vermehrt mit Gitarristen, Perkussionisten und Arrangeuren zusammenarbeitete, die der Musik der Pazifikküste Perus verbunden sind. Im Laufe der Jahrzehnte vertiefte Eva Ayllón die Verbindung zwischen afro-peruanischen Traditionen und den Formaten der populären Liedkunst, etwa durch Neuinterpretationen von Kompositionen Chabuca Grandas und von criollo-Autoren verschiedener Generationen. Mit dauerhaftem Auftrittsrepertoire auf den großen Bühnen Limas und später in Netzwerken von Spielstätten in Lateinamerika, den USA und Europa wechselt sie zwischen Konzerten in kleinen akustischen Besetzungen und stärker orchestrierten Projekten. Ihr Werdegang steht damit für die Kontinuität zwischen der Weitergabe eines spezifischen musikalischen Erbes und der Anpassung an internationale Bühnenkontexte, wobei Stimme, Erzählung und Rhythmus in ihren Interpretationen zentral bleiben.