Eric Le Lann
Éric Le Lann, 1957 in Plœuc‑sur‑Lié (Côtes‑d’Armor) geboren, setzte sich bereits Ende der 1970er Jahre auf der französischen Jazzszene durch, nachdem er nach Paris gezogen war und 1979 den ersten Preis beim Concours national de jazz de La Défense gewonnen hatte. Als Trompeter und Komponist entwickelte er eine musikalische Sprache, die im Bop und Post‑Bop verwurzelt ist, mit einem geradlinigen, melodischen Klang, der ebenso zu Balladen tendiert wie zu energischeren, nervöseren Formen. In den 1980er Jahren arbeitete er unter anderem mit René Urtreger, Henri Texier, Martial Solal und Pepper Adams, bevor er eigene Quartette und Quintette leitete; außerdem war er als Musiker und Komponist im Bereich Film tätig. Seine Diskographie als Bandleader oder Co‑Leader zeichnet diesen Werdegang nach: Night Bird (1983), New York (1989), Éric Le Lann joue Piaf Trenet (1990), Portrait in Black & White (Duo mit Martial Solal, 2000), I Remember Chet (2013) – eine Trio‑Hommage an Chet Baker – und Life on Mars (2015) mit Paul Lay. Darüber hinaus hat er offenere Formate erkundet, vom akustischen Duo bis zu einer elektrischer geprägten Jazz‑Fusion mit Le Lann Top (2007), und er blieb der Club‑ und Festivalszene sowie Filmprojekten verbunden.
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