Eraldo Bernocchi

Eraldo Bernocchi, 1963 in Mailand geboren, hat seit Mitte der 1980er-Jahre eine Laufbahn entwickelt, die eng mit der italienischen Experimental- und der europäischen Post‑Industrial‑Szene verbunden ist. Zunächst aktiv in Sigillum S, einer 1985 gegründeten Formation, arbeitete Bernocchi mit einem Klangmaterial aus Elektronik, dunklem Ambient, rituellen Texturen und Noise, bevor er sein Spektrum auf Dub, Filmmusik, Metal und verschiedene Formen der Improvisation erweiterte. Seine eigenen und parallelen Projekte — darunter Ashes, SIMM, SOMMA, Charged, Obake und Metallic Taste of Blood — zeigen eine transversale Praxis, in der Gitarre, Sound‑Processing und Komposition sich überschneiden, ohne sich auf ein Format festzulegen. Im Lauf der Jahre kollaborierte er unter anderem mit Bill Laswell, Mick Harris, Harold Budd, Robin Guthrie, Toshinori Kondo, Raiz und Hoshiko Yamane. Wichtige diskografische Eckpunkte sind Ashland (1994), Corpus (1996), Music for Fragments from The Inside (2005) mit Harold Budd, Winter Garden (2011) mit Harold Budd und Robin Guthrie sowie Mujo (2020) mit Hoshiko Yamane. Er wirkte außerdem an der Filmmusik zu Nirvana mit und zeichnete mit für den Soundtrack von Denti, wodurch er seine dichte, atmosphärische und gern hybride Klangsprache auf das Kino übertrug.

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