Ensemble Intercontemporain
Gegründet in Paris im Jahr 1976 von Pierre Boulez mit der Unterstützung von Michel Guy und in Zusammenarbeit mit Nicholas Snowman, etablierte sich das Ensemble Intercontemporain als Besetzung von 31 Solistinnen und Solisten, die sich der zeitgenössischen Musik vom 20. Jahrhundert bis heute widmen. Mit Sitz in der Hauptstadt und zunächst in Residence an der Cité de la musique, später an der Philharmonie de Paris, entwickelt das Ensemble ein Repertoire, das auf Interpretation, Auftragswerke und Uraufführungen neuer Kompositionen ausgerichtet ist — in einem Feld, das von instrumentaler Satzkunst bis zu Formen reicht, die Elektronik, Theater, Tanz, Film oder bildende Kunst verbinden. Das Ensemble arbeitet seit langem mit dem IRCAM zusammen, insbesondere in den Bereichen Klangforschung und neue Partituren, und begleitet zudem Vermittlungsprojekte für junge Instrumentalistinnen und Instrumentalisten, Dirigentinnen und Dirigenten sowie Komponistinnen und Komponisten. Seine Geschichte ist geprägt von mehreren musikalischen Leitungen, von Pierre Boulez über Péter Eötvös, David Robertson, Jonathan Nott, Susanna Mälkki, Matthias Pintscher bis hin zu Pierre Bleuse seit 2023. Das Ensemble Intercontemporain hat Werke von Komponisten wie Pierre Boulez, Luciano Berio, Steve Reich, Philip Glass, Elliott Carter, Olivier Messiaen oder Iannis Xenakis ur- oder weitergeführt und tritt regelmäßig in Frankreich wie auf großen internationalen Festivals auf.
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